Sagen in der 6b

Im Deutschunterricht der Klasse 6b dreht sich derzeit alles um das spannende Thema Sagen. Mit großer Begeisterung und viel Neugier tauchen die Schülerinnen und Schüler in die Welt alter Erzählungen ein, in denen sich Fantasie und Wirklichkeit auf geheimnisvolle Weise vermischen. Von Anfang an brachten die Kinder ihr bereits vorhandenes Wissen engagiert in den Unterricht ein, berichteten von bekannten Geschichten und entdeckten gemeinsam typische Merkmale von Sagen.

Ein besonderes Highlight war dabei die Beschäftigung mit der berühmten Sage von der Loreley. Diese erzählt von einer außergewöhnlich schönen Nixe beziehungsweise Zauberin, die hoch oben auf einem Felsen am Rhein bei St. Goarshausen sitzt. Dort kämmt sie ihr langes, goldenes Haar und betört mit ihrem geheimnisvollen Gesang die vorbeifahrenden Schiffer. Gebannt von ihrer Erscheinung und abgelenkt von ihrer Stimme achten die Männer nicht mehr auf die gefährliche Strömung des Flusses. In der Folge zerschellen ihre Schiffe an den Felsen. So liefert die Sage eine mythische Erklärung für die tatsächlich gefährliche Stelle des Rheins. Literarisch bekannt wurde die Figur der Loreley unter anderem durch Clemens Brentano im Jahr 1801 sowie durch Heinrich Heine, der 1824 mit seinem berühmten Gedicht zur großen Popularität der Sage beitrug.

Mit besonderer Kreativität haben die Schülerinnen Annie, Leni und Emilia die alte Sage nun in die Gegenwart übertragen und sie auf den Stand des Jahres 2026 gebracht. In ihrer modernen Version verbanden sie traditionelle Elemente mit aktuellen Ideen und sorgten mit originellen Einfällen für viele Lacher. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie ihre Lehrerin Fr. S. erlebten dadurch eine äußerst unterhaltsame und kurzweilige Unterrichtsstunde, die eindrucksvoll zeigte, wie lebendig und wandelbar alte Sagen auch heute noch sein können.

 

Text und Bild: M. Berteld

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Veröffentlichung

Mi, 04. März 2026

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